Archiv Archiv

PVE-Gesetz: Österreichische Ärztekammer warnt vor Torschlusspanik

Wechselberger: Primärversorgung nicht durch unausgereiftes Gesetz gefährden

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) warne davor, die Primärversorgung, wie sie jetzt schon von engagierten Ärztinnen und Ärzten gelebt werde, durch einen unausgereiften Gesetzesbeschluss zu gefährden, hieß es heute in einer Presseaussendung.

„Die Fülle der kritischen Stellungnahmen zum vorliegenden Gesetzesentwurf sollte der Politik zu denken geben. Immerhin handelt es sich um so unterschiedliche Institutionen wie den Hauptverband, die Wirtschafts- und Apothekerkammer und vor allem auch um Kritik der Vertreter der verschiedenen Gesundheitsberufe", sagte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger.

„Die Primärversorgung ist den Ärztinnen und Ärzten in diesem Land ein zentrales und wichtiges Anliegen." Das entsprechende Regelwerk dürfe daher nicht in Torschlusspanik durchgepeitscht werden. Wechselberger hoffe, „dass die Verantwortlichen die zahlreichen Bedenken ernst nehmen". Ansonsten drohe eine Verschlechterung der Versorgung auf Jahre hinaus.

Es gebe genügend funktionierende Primärversorgungsmodelle, die vorbildhaft zeigten, wie man mit Engagement und gutem Willen große Verbesserungen erzielen könne. Diesen Weg wolle man weitergehen.

31.05.2017