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ÖÄK-Kornhäusl: „Können Herausforderungen nur gemeinsam lösen"

Probleme in Spitälern auch von Patienten immer stärker wahrgenommen

Karlheinz Kornhäusl, geschäftsführender Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), ruft alle Verantwortlichen aus Politik und Systempartnerschaft dazu auf, die Probleme im Gesundheitswesen gemeinsam anzugehen und nachhaltig zu lösen. „Österreichs Ärztinnen und Ärzte arbeiten tagtäglich mit vollem Einsatz und oft über ihre Grenzen hinaus daran, die bestmögliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Das System muss aufhören dagegen zu arbeiten – wir können die großen Herausforderungen, denen wir uns künftig stellen müssen, nur gemeinsam im Sinne der Patientinnen und Patienten lösen."

Kornhäusl nimmt dabei Bezug auf eine vergangene Woche veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstutes IMAS. Laut dieser Befragung sehen 63 Prozent der Österreicher Verbesserungsbedarf in den heimischen Spitälern. Ein Vergleich mit dem Ergebnis aus dem Jahr 2001 zeigt, dass ein Rückgang der Zufriedenheit um rund um 20 Prozent stattgefunden hat. Dazu Kornhäusl: „Die IMAS-Umfrage bestätigt einmal mehr, dass die Probleme in den Spitälern nicht nur von der Ärzteschaft, sondern mittlerweile auch von den Patientinnen und Patienten immer negativer wahrgenommen werden."

Als aktuelle Problemfelder aus dem Bereich der angestellten Ärzte nennt Kornhäusl beispielhaft die stark wachsende Arbeitsverdichtung bei immer öfter frequentierten Ambulanzen, die überbordende Bürokratie in Österreichs Spitälern sowie fehlende Usability bei der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA).