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Österreichische Ärztekammer: Ausweitung des Rauchverbots rettet Leben

ÖÄK-Vorstand gegen Aufweichung des mit 1. Mai 2018 eintretenden Rauchverbots in der Gastronomie

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) steht hinter dem nach dreijähriger Übergangszeit mit 1. Mai 2018 eintretenden Rauchverbot in der heimischen Gastronomie und spricht sich mit aller Entschiedenheit gegen eine Aufweichung oder gar Aufhebung aus!

In der anlässlich der aktuellen Koalitionsverhandlungen aufgekommenen Diskussion über eine mögliche Rücknahme des Rauchverbotes wird seitens des ÖÄK-Vorstandes vielmehr ganz entschieden Position für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes der österreichischen Bevölkerung bezogen. Schließlich schneidet Österreich im jüngsten Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in punkto Nikotinkonsum schlecht ab. Während im OECD-Durchschnitt 18 Prozent der Bevölkerung täglich zur Zigarette greifen, sind es in Österreich 24 Prozent und im Gegensatz zur großen Mehrheit der OECD-Staaten ist der Anteil der Raucher in Österreich in den vergangenen Dekaden nicht zurückgegangen.

Alleine die Tatsache, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen - sowie 13.000 Krebs-Neuerkrankungen und davon über 30 Prozent Lungenkrebserkrankungen - in Österreich auf das Rauchen zurückzuführen sind, müsse es ein Weckruf sein, nicht über eine Aufweichung, sondern über eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes zu diskutieren. Das generelle Rauchverbot in der Gastronomie zählt in Europa mittlerweile zum Standard, dem sich Österreich endlich anschließen muss. Die Entwicklung in anderen EU-Ländern habe gezeigt, dass mit einer Verschärfung der Rauchverbote Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris und die Frühgeburtenrate sowie die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen reduziert und weniger Lungenkrebs- und COPD-Neuerkrankungen registriert werden. Nichtraucherschutz und die Ausweitung von Rauchverboten retten Leben!