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Bitte informieren Sie sich vor der Antragstellung über die Ausbildungsinhalte der Basisausbildung, der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin und der Ausbildung zum Facharzt eines Sonderfaches. Diese finden Sie unter http://www.aerztekammer.at/kef_und_rz-v_2015_anlagen

 

1. Anerkennung einer Sonderkrankenanstalt für die Basisausbildung (Voll-/ Teilanerkennung)
2. Anerkennung für ein Fachgebiet der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin mit Ausmaß (Voll-/Teilanerkennung) und Festsetzung von Ausbildungsstellen
3. Anerkennung für die Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung (Module) mit Ausmaß (Voll-/Teilanerkennung) und Festsetzung von Ausbildungsstellen
4. Gleichzeitige Besetzung von „alten" und „neuen" Ausbildungsstellen
5. Kooperationen - Teilanerkennung
6. Wissenschaftliches Modul

 

 

1. Anerkennung einer Sonderkrankenanstalt für die Basisausbildung (Voll-/ Teilanerkennung) – keine numerische Festsetzung von Stellen

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2. Anerkennung für ein Fachgebiet der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin mit Ausmaß (Voll-/Teilanerkennung) und Festsetzung von Ausbildungsstellen

  • einer Abteilung und sonstiger Organisationseinheit von Krankenanstalten
  • Universitätskliniken
  • sonstige Organisationseinheiten von Medizinischen Universitäten
  • Universitäten, an denen eine Medizinische Fakultät eingerichtet ist
  • Sonderkrankenanstalten

Die Zahl der Ausbildungsstellen für die Ausbildung im Fachgebiet der allgemeinmedizinischen Ausbildung  darf die Zahl der beschäftigten Fachärzte nicht überschreiten. Der Abteilungsleiter wird mitgezählt.

Beispiele:

  • Fachgebiet Innere Medizin zur Allgemeinmedizin: Abteilungsleiter und ein Facharzt  - zwei Stellen für Allgemeinmedizin- Ausbildung zulässig
  • Abt. Innere Medizin mit 2 FÄ (Primar und ein Facharzt) will Fachgebiet Innere Medizin zur Allgemeinmedizin und Sonderfach-Grundausbildung Innere Medizin ausbilden – max. 2 Stellen für das Fachgebiet Innere Medizin und eine Stelle Sonderfach-Grundausbildung Innere Medizin zulässig
  • Abt. Innere Medizin hat 5 FÄ (Primar und 4 FÄ): 4 Stellen aufgeteilt auf Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung sind zulässig; Innere Medizin zur Allgemeinmedizin max. 5 Stellen
  • Eine Abt. will 10 Stellen bei einem FÄ-Stand von 11 FÄ: 10 Stellen für die Sonderfachausbildung und 11 Stellen für die Ausbildung im Fachgebiet der Allgemeinmedizin sind zulässig – vorbehaltlich eines Leistungsspektrums, das diese Anzahl an Ausbildungsstellen rechtfertigt

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3. Anerkennung für die Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung (Module) mit Ausmaß (Voll-/Teilanerkennung) und Festsetzung von Ausbildungsstellen

  • einer Abteilung und sonstiger Organisationseinheit von Krankenanstalten,
  • Universitätskliniken,
  • sonstige Organisationseinheiten von Medizinischen Universitäten,
  • Universitäten, an denen eine Medizinische Fakultät eingerichtet ist,
  • Sonderkrankenanstalten,
  • Untersuchungsanstalten der Gesundheitsverwaltung,
  • arbeitsmedizinische  Zentren,
  • Anstalten, die für die Unterbringung geistig abnormer oder entwöhnungsbedürftiger Rechtsbrecher bestimmt sind,
  • Krankenabteilungen in Justizanstalten

Beispiele:

Eine Abteilung für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie kann für die Sonderfach-Schwerpunktausbildung zur Gänze  und für die Sonderfach-Grundausbildung teilanerkannt sein.

Abt. Innere Medizin (Abt.leiter und 8 FÄ) – insg. (Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung) 8 Stellen zulässig - mögliche Festsetzung nach Leistungsspektrum und Fachärzteschlüssel: 8 Stellen Sonderfach-Grundausbildung Innere Medizin und Kardiologie, wobei 3 Stellen für die Sonderfach-Schwerpunktausbildung herangezogen werden können

Abt. für Urologie (Abt.leiter und 5 FÄ) – insg. (Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung) 5 Stellen zulässig - mögliche Festsetzung nach Leistungsspektrum und Fachärzteschlüssel: 5 Stellen Sonderfach-Grundausbildung Urologie, wobei zwei Stellen für die Sonderfach-Schwerpunktausbildung herangezogen werden können. Zusätzlich erfolgt die Angabe wieviel Ärzte gleichzeitig in welchem Modul ausgebildet werden können (siehe nachfolgender Bescheidspruch unter 3b).

 

3.a Sonderfach-Grundausbildung-  NEU 06/2016

  • Die Zahl der Ausbildungsstellen ist durch zwei Faktoren bestimmt:  Anzahl der Fachärzte und Leistungszahlen. Die Leistungszahlen sind so in der Berechnung zu berücksichtigen, dass sie während der gesamten Sonderfach-Grundausbildungszeit nachgewiesen werden können
     
  • Berechnungsfaktor: Pro Ausbildungsstelle hat in der Leistungsmatrix der 1,5 fache Wert der Richtzahl aufzuscheinen (Begründung: die an der Abteilung tätigen Fachärzte haben zur Erhaltung der Expertise auch eine gewisse Anzahl an Operationen zu erbringen, Turnusärzte sind nicht immer anwesend, Behandlung von Sonderklassepatienten durch Fachärzte)

3.b Sonderfach-Schwerpunktausbildung/ Module- NEU 06/2016

  • Die fachärztliche Ausbildung erfolgt im Rahmen eines sequenziellen, aufeinander aufbauenden Systems (Basisausbildung, Sonderfach-Grundausbildung, Sonderfach-Schwerpunktausbildung/ Module).
  • Es können gleichzeitig mehrere Modulinhalte erlernt werden, d.h. die Richtzahlen sind nicht zwingend in einem Zeitraum von z.B. 9 Monaten nachzuweisen.
  • Es ist zulässig, dass in Rasterzeugnissen der gleiche Ausbildungszeitraum für verschiedene Module bestätigt werden kann (z.B. drei Module in einem 27-monatigen Zeitraum).
  • Im Einzelfall kann mit Begründung des Ausbildungsverantwortlichen von der Richtzahl abgewichen werden (§ 4 Abs. 4 KEF und RZ-V 2015). Eine derartige Vorgangsweise hat im Rasterzeugnis dokumentiert zu werden.
     

Festsetzung von Ausbildungsstellen in der Sonderfach-Schwerpunktausbildung, wenn Module vorgesehen sind

  • Die Zahl der Ausbildungsstellen ist durch zwei Faktoren bestimmt: Anzahl der Fachärzte und Leistungszahlen
  • Berechnungsfaktor:
    • Pro Ausbildungsstelle hat in der Leistungsmatrix der 1,5fache Wert der Richtzahl aufzuscheinen (Begründung analog zur Sonderfach-Grundausbildung: die an der Abteilung tätigen Fachärzte haben zur Erhaltung der Expertise auch eine gewisse Anzahl an Leistungen zu erbringen)
    •  Die Leistungszahlen sind entsprechend der Dauer eines Moduls (9 Monate) zu aliquotieren. Die Richtzahlen müssen innerhalb von neun Monaten vom Turnusarzt erfüllbar sein, wobei dies aber kein Hindernis darstellt, wenn sie dann nicht während der Dauer eines Moduls erfüllt werden können.
    • Die Zahl der „Modulstellen" (Anzahl wieviele Ärzte in einem Modul zeitgleich ausgebildet werden können) ergibt sich aus den Leistungszahlen der jeweiligen Abteilung.
    • Die Summe der Modulstellen ergibt die Anzahl der SFS-Stellen (max. Deckelung durch die Anzahl der Fachärzte an der Abteilung).
    • Die Anzahl der SFG und SFS- Stellen muss nicht ident sein; die maximale Zahl der SFS- Stellen kann auch höher oder niedriger sein, sofern der Fachärzteschlüssels und die Leistungszahlen dies ermöglichen oder einschränken

Die bescheidmäßige Festsetzung von Ausbildungsstellen in der Sonderfach-Schwerpunktausbildung (wenn Module vorgesehen sind)  gestaltet sich beispielsweise wie folgt:

 Die Österreichische Ärztekammer erkennt auf Antrag des Rechtsträgers …. die Abteilung für … als Ausbildungsstätte für

1) die Sonderfach-Grundausbildung …. im Ausmaß von … Monaten ab …

2) die Sonderfach-Schwerpunktausbildung in den Modulen 1-5 (Modulbezeichnungen)

an.

Die Zahl der Ausbildungsstellen wird im gesamten mit 7 festgesetzt, wobei davon eine flexible Besetzung von Ausbildungsstellen zwischen der Sonderfach-Grundausbildung und der Sonderfach-Schwerpunktausbildung erfolgen kann, unter der Maßgabe, dass im

Modul 1 maximal 4 Ärzte
Modul 2 maximal 3 Ärzte
Modul 3 maximal 1 Arzt
Modul 4 maximal 2 Ärzte
Modul 5 maximal 3 Ärzte

gleichzeitig ausgebildet werden können.

Der Bescheidspruch bedeutet, dass insgesamt 7 Ärzte (nicht 13 Ärzte - dies wäre die Summe der Ausbildungsstellen in der SFS) wahlweise in der Sonderfach-Grundausbildung, der Sonderfach-Schwerpunktausbildung bzw. in den Modulen unter den oben genannten Einschränkungen ausgebildet werden können (Begrenzung der Stellen durch FÄ-Schlüssel).

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4. Gleichzeitige Besetzung von „alten" und „neuen" Ausbildungsstellen

Gemäß § 235 Abs. 11 Ärztegesetz ist die Zahl der im Hauptfach stehende Turnusärzte, die die Ausbildung nach ÄAO 2006 abschließen, bei der Besetzung der nach ÄAO 2015 ausgesprochenen fachärztlichen Ausbildungsstellen anzurechnen.

Beispiel: bei 7 Assistenzärzten nach der ÄAO 2006 und Festsetzung von 7 Ausbildungsstellen nach ÄAO 2015 können die neuen Stellen erst dann besetzt werden, wenn ein Turnusarzt nach ÄAO 2006 seine Ausbildung beendet hat.

ÄAO 2006


ÄAO 2015 (7 festgesetzte Ausbildungsstellen)

7 TÄ 0 TÄ
6 TÄ 1 TÄ
5 TÄ 2 TÄ
4 TÄ 3 TÄ

 

Sehen Sie dazu auch bitte die graphische Darstellung der  Stellenbelegungsregel (192kB).

Bitte beachten Sie daher bei der Antragstellung von Stellen nach der ÄAO 2015 bzw. Besetzung dieser Stellen das Verhältnis der nach ÄÄO 2006 zu ÄAO 2015 auszubildenden Ärzte.

Die Antragstellung gemäß § 9, 10 und 13 ÄrzteG  ist unabhängig von der Besetzung von bereits genehmigten Ausbildungsstellen gemäß Ärztegesetz idF BGBl I 46/ 2014 zu sehen – dh es müssen die jeweiligen Anerkennungsvoraussetzungen für die Anerkennung nach ÄAO 2015 gegeben sein - dh der Fachärzteschlüssel bezieht sich auf die zu beantragenden Stellen für die Sonderfach-Grundausbildung und Sonderfach-Schwerpunktausbildung

Beispiel: bei 7 Turnusärzten nach der ÄAO 2006 und Festsetzung von 7 Ausbildungsstellen nach ÄAO 2015 können die neuen Stellen erst dann besetzt werden, wenn ein Turnusarzt nach ÄAO 2006 seine Ausbildung beendet  

Bei 8 Fachärzten und 7 Stellen nach ÄAO 2006, die alle besetzt sind, kann trotzdem bereits eine Antragstellung nach ÄAO 2015 für zB 7 Stellen erfolgen – bzgl. Besetzung siehe oben

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5. Kooperationen-Teilanerkennung

Kooperationen sind in folgender Ausgestaltung zulässig:

  1. Module in der Dauer von neun Monaten:

Kooperationsverpflichtung für Teilanerkennungen bei Modulen, die nur eine Dauer von neun Monaten umfassen:

Gemäß § 18 Abs. 5 ÄAO 2015 ist jedenfalls bei einem  höchstens neunmonatigen Modul, das von einer Ausbildungsstätte nicht zur Gänze vermittelt werden kann, eine Kooperation mit einer anderen Ausbildungsstätte zur Ergänzung des „fehlenden" Inhalts einzugehen, sodass für den Turnusarzt/ die Turnusärztin, jedenfalls die gesamte Ausbildung ohne Stehzeiten in diesem Modul sichergestellt ist.

Auf Grund der inhaltlichen Mängel, die keine Vollanerkennung ermöglicht, ist die jeweilige Ausbildungsstätte nur teilanerkannt.

Die jeweilige Teilanerkennung darf aber nur bei Vorliegen der Kooperationsvereinbarung erfolgen.

Durch die Kooperation der Ausbildungsstätten kann somit eine gesamte Ausbildung durch das Zusammenfügen der kooperierenden Ausbildungsstätten bewirkt werden.

Es kann daher die Anerkennung einer Ausbildungsstätte mit Ausbildungsstelle(n) bei einem neunmonatigen Modul, welches inhaltlich nicht zur Gänze vermittelbar ist,  durch Kooperation  folgendermaßen erfolgen:

  • eine teilanerkannte Ausbildungsstätte (zB inhaltlich für nur 5 Monate) mit einer zweiten teilanerkannten Ausbildungsstätte (für die ergänzenden inhaltlichen vier Monate) in Kooperation  - erfordert einen gleichzeitigen Antrag der beiden Ausbildungsstätten, da nur beide gemeinsam eine gesamte Ausbildung ergeben, oder
  • eine teilanerkannte Ausbildungsstätte (zB inhaltlich für nur 5 Monate) mit einer zweiten bereits vollanerkannten Ausbildungsstätte, in der durch die nachgewiesene Kooperation die ergänzenden inhaltlichen vier Monate absolviert werden und damit für den Turnusarzt/ die Turnusärztin die Ausbildung für die inhaltlichen neun Monate gesichert ist.

Eine Vorlage für eine  Kooperationsvereinbarung (35.3KB) findet sich auf der Website (Kooperationsvereinbarung für Module in der Dauer von 9 Monaten).

  1. Sonderfach-Grundausbildung und Module, mit mehr als neun Monaten Ausbildungsdauer:

Für die Anerkennung von Ausbildungsstätten für die Sonderfach-Grundausbildung und die Module, die mehr als neun Monate umfassen (zB 27 Monate Sonderfach-Grundausbildung oder 36 Monate für ein einheitliches Modul der Sonderfach-Schwerpunktausbildung, die aber nicht das gesamte Spektrum an Inhalten anbieten können), erfolgt eine Teilanerkennung für einen kürzeren Zeitraum, in dem die vorhandenen Inhalte vermittelbar sind.

Die fehlenden Inhalte sind in einer anderen (teil)anerkannten Ausbildungsstätte zu absolvieren.

Der Ausbildungsplan der Krankenanstalt hätte dann vorzusehen, welches Ausmaß, in welcher „freiwillig" kooperierenden Ausbildungsstätte absolvierbar ist.

Es ist keine Kooperation mit einer anderen Ausbildungsstätte erforderlich.

Kooperationen der jeweils (teil)anerkannten Ausbildungsstätten sind insofern sinnvoll, da für den Turnusarzt/ die Turnusärztin eine vollständige Ausbildung mit Hilfe der Kooperationspartner planbar ist (Ausbildungsplan)

Die Anerkennung als Ausbildungsstätte für eine Sonderfach-Schwerpunktausbildung, die 27 Monate umfasst, bei der aber aus sechs bzw. sieben (inkl. wissenschaftliches Modul) unterschiedlichen Modulen á neun Monate gewählt werden kann, erfolgt ebenso eine Teilanerkennung für die Sonderfach-Schwerpunktausbildung, wenn nicht alle sieben Module, sondern beispielsweise nur drei der sieben vorgesehenen neunmonatigen Module vermittelbar sind.

Unabhängig von der (Teil)Anerkennung der Ausbildungsstätte ist aus Sicht des Turnusarztes/der Turnusärztin die Möglichkeit der vollständigen Absolvierung einer Ausbildung an der teilanerkannten Ausbildungsstätte zu sehen, sofern seine/ihre Wahl auf die vorhandenen drei Module fällt.

  1. fachfremde Kooperation

Können einzelne spezifische Ausbildungsinhalte einer Sonderfach-Grundausbildung oder Sonderfach-Schwerpunktausbildung nur an einer anderen krankenhausinternen oder -externen fachfremden Einrichtung (die als Ausbildungsstätte für ein anderes Sonderfach anerkannt ist)  vermittelt werden, so kann aus versorgungstechnischen Gründen die Anerkennung als Ausbildungsstätte für die Ausbildung in der Sonderfach-Grundausbildung oder Sonderfach-Schwerpunktausbildung/Module nur dann erfolgen, wenn eine verpflichtende Kooperation mit der fachfremden Einrichtung eingegangen wird.

Im Rahmen des Rasterzeugnisses sind diese „extern" erworbenen Inhalte als solche entsprechend zu bestätigen.

Beispiele:

  • Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe: Ausbildungsinhalt Mammachirurgie
  • Sonderfach Med. und Chem. Labordiagnostik: Ausbildungsinhalte der Transfusionsmedizin/transfusionsserologische Untersuchungen
  • Sonderfach Herzchirurgie: Ausbildungsinhalt Elektrophysiologie, fachspezifische Intensivmedizin

Eine Vorlage für eine  Kooperationsvereinbarung (28.6KB) findet sich auf der Website (fachfremde Kooperationen).

  1. Besetzung von Ausbildungsstellen

Grundprämissen:

  1. Der Arzt ist dort gemeldet, wo er faktisch tätig ist.
  2. Durch den Eingang von Kooperationen darf es zu keiner Stellenvermehrung an der kooperierenden Einrichtung kommen.
  3. a) Rotationen/Kooperationen unter sechs Wochen sind nicht zu melden (Beschluss des Bildungsausschusses vom 25.3.2015) – d.h. Turnusärzte bleiben auf der „Stammabteilung" gemeldet
    b) Bei Ausbildung an einer Abteilung im Zuge einer fachfremden Kooperationen bleibt der Turnusarzt ebenso auf der„Stammabteilung" gemeldet.
  4. Die Festsetzung von Stellen erfolgt aufgrund des Leistungsspektrums und des Fachärzteschlüssels der betreffenden Ausbildungsstätten.


Fachgleiche Kooperationen (bei Modulen unter 9 Monaten):

Beispiel.: Abteilung A anerkannt für 5 Monate (4 Stellen) kooperiert mit Abteilung B anerkannt für 4  Monate (3 Stellen)

  • Abteilung B muss für die Kooperation anerkannte Ausbildungsstätte sein (inkl. Festsetzung von Stellen)
  • Der Arzt ist 5 Monate auf der Abteilung A und für den Zeitraum der viermonatigen Ausbildung auf der kooperierenden Abteilung B zu melden.
  • Abteilung B muss für den Arzt aus der Abteilung A eine an der Abteilung B festgesetzte Ausbildungsstelle vorrätig halten.

    Damit ist sichergestellt, dass durch die Kooperation nicht mehr Ärzte als durch Leistungszahlen begrenzte Ausbildungsstellen ausgebildet werden können.
     

Fachfremde Kooperationen

Beispiel.: Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe- Ausbildungsinhalte Mammachirurgie

  • Abteilung A (Frauenheilkunde) und Abteilung B (Chirurgie) sind anerkannte Ausbildungsstätten.
  • Der Arzt bleibt auf Abteilung A gemeldet, da die Meldung auf eine Ausbildungsstelle eines anderen Sonderfaches (Abteilung B) nicht zulässig ist.

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6. Wissenschaftliches Modul

Das wissenschaftliche Modul ist ein für alle Sonderfachrichtungen gleich gestaltetes Modul zur Qualifizierung im Bereich wissenschaftlicher Tätigkeit.

Die Inhalte des wissenschaftlichen Moduls sind in Anlage 34 KEF und RZ-V 2015 normiert.

Im Zuge der Antragstellung für die Sonderfach-Schwerpunktausbildung/wissenschaftliches Modul  sind das Ausbildungskonzept, die Personal- und Abteilungsstruktur der anzuerkennenden Einrichtung und der Nachweis der Vermittlung der Ausbildungsinhalte (Anlage 34) vorzulegen.

Im Konzept ist darzulegen,  wie die Inhalte der Anlage 34 KEF und RZ-V 2015 dem Ausbildungsarzt vermittelt und vom Ausbildungsarzt erworben werden können.

Anrechnung: Bei  Erfüllung der Kriterien ist die Anrechnung einer wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen eines wissenschaftlichen Doktorats- oder PhD-Studiums im Ausmaß von bis zu neun Monaten auf die Sonderfach-Schwerpunktausbildung möglich. Es ist zulässig, das wissenschaftliche Modul bereits nach Abschluss der Basisausbildung zu absolvieren. Eine allenfalls begonnene Sonderfach-Grundausbildung wird dadurch unterbrochen und die Ausbildungszeit ist auf die Dauer der Sonderfach-Schwerpunktausbildung anzurechnen.

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Stand Oktober 2015