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Weitergabe von ELGA-Daten: Österreichische Ärztekammer warnt vor Missbrauch

Präsident Szekeres: „Nicht Patientendaten auf den Markt werfen. Das System ELGA soll endlich funktionieren, damit Mediziner damit arbeiten können"

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) übt scharfe Kritik an der in Medien kolportierten von der Regierung geplanten Datenweitergabe aus der elektronischen Gesundheitsakte ELGA. „Hier sensible Patientendaten für Forschungszwecke weiterzugeben, ohne dass klar definiert ist, was darunter überhaupt zu verstehen ist, kommt einem Missbrauch gleich", lehnt Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte, das geplante Vorhaben entschieden ab. „Das ist nicht die Idee von ELGA gewesen."

„Gesundheitsdaten sind wertvoller als Kreditkartendaten und gelten als sehr lukrativ. Ein Zugriff darauf ist für uns ein absolutes Tabu", betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Die Bedenken der Ärztekammer in Bezug auf ELGA sind nicht kleiner, sondern größer geworden. Das System gehört dringend verbessert und ist nicht am technischen Stand des 21. Jahrhunderts. Ärzte suchen darin in einem Sammelsurium an pdf-Dateien ohne Suchfunktion, das kostet unnötig Zeit. „An der Benutzerfreundlichkeit der Elektronischen Gesundheitsakte muss gearbeitet werden und nicht an der Weitergabe ihrer sensiblen Daten", so Szekeres.


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