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„Pressepreis" der Österreichischen Ärztekammer für 2017 vergeben

Ausgezeichnet: Kristina Schmidt-Labenbacher, ORF-„Am Schauplatz" und Robert Buchacher, „Profil"

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Thomas Szekeres, hat heute, Donnerstag, den „Preis der Österreichischen Ärztekammer für besondere publizistische Leistungen im Interesse des Gesundheitswesens" für das Jahr 2017 vergeben. Ausgezeichnet wurden Kristina Schmidt-Labenbacher von der ORF-Redaktion „Am Schauplatz" und Robert Buchacher vom „Profil".

Mit dem Preis wolle die Österreichische Ärztekammer jedenfalls sorgfältig recherchierte und ausgewogen aufbereitete publizistische Arbeiten auszeichnen. Das schließe jedoch eine aufrüttelnde Darstellung von tatsächlich gravierenden Problemen nicht aus, so Szekeres. Beide Preisträger hätten aktuelle Brennpunkte der medizinischen Grundversorgung auf überzeugende Weise aufbereitet.

Schmidt-Labenbacher: „Ordination geschlossen"

Kristina Schmidt-Labenbacher ist seit zwei Jahrzehnten für verschiedene ORF-Fernsehmagazine redaktionell tätig. Im Besonderen arbeitet sie seit 2007 für das Format „Bürgeranwalt" und seit 2012 für „Am Schauplatz" sowie für „Am Schauplatz Gericht". Gesundheit und Medizin gehören dabei zu ihren Schwerpunktthemen.

Den ÖÄK-Pressepreis brachte ihr die im Juli letzten Jahres ausgestrahlte „Am Schauplatz"-Folge mit dem Titel „Ordination geschlossen – Landarzt gesucht" ein. Am Beispiel mehrerer Hausärzte in ländlichen Regionen – vom Burgenland bis nach Tirol – konnte Schmidt-Labenbacher zeigen, was es für die Bevölkerung, die lokale Politik und nicht zuletzt für die betroffenen Ärzte bedeutet, wenn sie keinen Nachfolger für ihre Ordination finden.

Was diese Sendung auszeichnet, ist, dass sie trotz aller Dramatik der Situation auch Hoffnung vermittelt. Dies sei wichtig, so der ÖÄK-Präsident, um jungen Ärztinnen und Ärzten zu vermitteln, wie erfüllend und lohnenswert der Hausarzt-Beruf gerade auch in kleineren Gemeinden sei. 

Buchacher: „Notfallakte"

Robert Buchacher leitete von 1997 bis 2012 das Ressort Wissenschaft des Wochenmagazins „Profil". Schon zuvor war er zehn Jahre lang mit innenpolitischen Themen befasst. Der vielfach ausgezeichnete Journalist – unter anderem erhielt er schon 1996 den ÖÄK-Pressepreis für eine Reportage über das AKH – ist nach wie vor publizistisch tätig.

Die aktuelle Auszeichnung erhielt er für die hohe Qualität seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist sowie insbesondere für seinen im Dezember 2017 im „Profil" publizierten Schwerpunkt zum Thema Notfallmedizin.

Durch Interviews besonders anschaulich gestaltet, zeigt der Text unter dem Titel „Notfallakte" auf, dass es in Österreich zu wenige Notärzte gibt, Sanitäter oft nicht genügend ausgebildet sind und dass Rettungsorganisationen in vielen Bundesländern mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. All das führe letztlich dazu, dass – trotz medizinischer Fortschritte – die Überlebenschancen im Notfall nicht überall in Österreich gleich hoch seien.

Fotos

Fotohinweis: ÖÄK/Thomas Jantzen


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