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Spitäler sind keine Lückenbüßer

ÖÄK-VP Mayer: Spitäler dürfen nicht die Versäumnisse der Gesundheitspolitik ausbaden

Der Kassenärztemangel im niedergelassenen Bereich wird immer deutlicher spürbar. Österreichweit können derzeit 70 Kassen-Ordinationen nicht nachbesetzt werden. Eine weitere Verschärfung droht durch eine Pensionierungswelle in den kommenden Jahren. „Wir haben schon jetzt übervolle Ambulanzen mit vielen Selbstzuweisern, die größtenteils von niedergelassenen Ärzten betreut werden," sagt Harald Mayer, Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer. „Seit Jahren fordern wir eine Stärkung der Kassenärzte und mehr Kassenstellen, um die Spitäler zu entlasten."

„Es darf nicht sein, dass die derzeit diskutierten Rezepte gegen den Ärztemangel auch auf dem Rücken der Spitalsärzte landen," fordert Mayer und bezieht sich auf ein Modell, dass Spitäler mit einem Ärztepool in den Ordinationen aushelfen sollten. „Das ist pure Kosmetik, um einer wirksamen Lösung des Problems aus dem Wege zu gehen," sagt der ÖÄK-Vizepräsident. Lösungen lägen längst auf dem Tisch, beginnend mit einer Attraktivierung des Arztberufes besonders in strukturschwachen Regionen, dem deutlichen Ausbau von Kassenstellen, sowie der Förderung von Gruppenpraxen.

Solange das nicht passiert, versorgen die Spitäler zu viele Patienten mit zu langen Wartezeiten in überfüllten Ambulanzen und nicht am „best point of Service". „Spitäler sind der teuerste Punkt unserer Gesundheitsversorgung. Wir werden keine Maßnahmen mehr tolerieren, die durch Versäumnisse und künstlich erzeugten Mangel entstanden sind," schließt Mayer. (mh)

 


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