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Ärztekammer zu Impfdebatte: Gegen Pflicht, für Aufklärung

Wechselberger: Breite Mehrheit der Ärzte arbeitet evidenzbasiert und setzt auf Prävention durch Impfungen

Im Zuge der aktuellen Impfdebatte sprach sich auch die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) heute, Dienstag, gegen eine Impfpflicht aus. „Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass vor allem Kinderärzte und Allgemeinmediziner mit dem zunehmenden Bedürfnis von Patienten nach detaillierter Aufklärung konfrontiert sind, wofür natürlich auch entsprechend Zeit einzuplanen ist", erklärte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger.

Völlig verzerrend sei der medial oft vermittelte Eindruck, die Ärzteschaft in Österreich, aber auch international, teile sich gleichmäßig in Impfbefürworter und Impfkritiker. „Wenn in Funk und Fernsehen immer wieder ein Impfkritiker einem Befürworter gegenübergestellt wird, entspricht das einfach nicht der Realität", so Wechselberger. Die breite Mehrheit der Ärzte arbeite evidenzbasiert und setze auf Prävention durch Impfungen.

„Aus Sicht der evidenzbasierten Medizin gehören Impfungen generell zu den wirkungsvollsten Formen der Krankheitsprävention, die wir kennen." In seltenen Einzelfällen könne es zwar zu Impfschäden kommen, doch deren Zahl stehe in keinem Verhältnis zu den Vorteilen von Impfungen für den Einzelnen und die Gesamtbevölkerung. Das gelte in besonderem Maße für den anlassgebenden Fall der Masernimpfung.

24.02.2015

 


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