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Facharzt im Fokus: Der Internist

Das Format „Facharzt im Fokus" stellt verschiedene Facharzt-Ausbildungen vor und gibt einen Einblick in den Berufsalltag.

Viele junge Medizinerinnen und Mediziner stehen nach dem Abschluss des Medizinstudiums vor der Frage für welche weitere Ausbildung sie sich entscheiden sollen. Spätestens bei Eintritt in ein Spital, sollte man sich überlegt haben, ob man Allgemeinmediziner oder Facharzt werden möchte.

Eine der besonders beliebten Facharzt-Ausbildungen stellen die Internistischen Sonderfächer dar. Univ. Prof. Dr. Herbert Watzke, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), erklärt weshalb diese Ausbildung für viele angehende Ärztinnen und Ärzte so interessant ist. Der Beruf der Internistin/des Internisten bietet den größten Überblick über den Körper, weil alle Organe behandelt werden können und auch das Zusammenspiel der verschiedenen Organe miteinbezogen wird (z.B. Herz, Lunge, Gelenke).

Die Ausbildung zum Internisten dauerte in der alten Ausbildungsordnung (ÄAO 2006) insgesamt sechs Jahre, davon fünf Jahre Hauptfach Innere Medizin und 1 Jahr Wahlfach (in einem oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, aber in der Dauer von mind. 3 Monaten pro Sonderfach). Danach konnte eine vertiefende (spezialisierte) Ausbildung in einem Additivfach beispielsweise in Kardiologie in der Dauer von 2 Jahren erfolgen. Somit bedingte dieses System insgesamt acht Jahre Ausbildungsdauer, was im internationalen Vergleich sehr lange war. Da diese Ausbildung in den deutschsprachigen Nachbarländern bereits in sechs Jahren zu absolvieren war, gingen viele angehende Internistinnen und Internisten für die Ausbildung nach Deutschland oder in die Schweiz.

Mit der neuen Ausbildungsordnung 2015 wurde international gleichgezogen und die Ausbildungsdauer auch in Österreich auf sechs Jahre reduziert.

Neben der Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Innere Medizin etablierten sich zehn eigenständige Sonderfächer innerhalb der Internistischen Sonderfächer. Die neuen internistischen Sonderfächer lauten: Innere Medizin und Angiologie, Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie, Innere Medizin und Gastroenterologie und Hepatologie, Innere Medizin und Hämatologie und internistische Onkologie, Innere Medizin und Infektiologie, Innere Medizin und Intensivmedizin, Innere Medizin und Kardiologie, Innere Medizin und Nephrologie, Innere Medizin und Pneumologie und Innere Medizin und Rheumatologie. Die Entscheidung, welchen Ausbildungsweg innerhalb der Inneren Medizin man einschlagen möchte, muss bis zum Ende der 27-monatigen Sonderfach-Grundausbildung getroffen werden. Danach erfolgt bereits in der Fachausbildung eine Schwerpunktausbildung in der Dauer von 36 Monaten.

Das umfassende Wissen über Körper und Organe zeichnet die Innere Medizin aus. Patienten kommen mit verschiedensten Problemen in Ordination oder Ambulanz und die Internistin/der Internist muss herausfinden, wo sich die Ursache der Beschwerden befinden kann. Das gestaltet sich nicht immer ganz einfach, kranke Organe ziehen oft auch anderen Organe in Mitleidenschaft und daher ist der Ursprung der Symptome nicht immer offensichtlich. Die Diagnostik, wie sie auch in der Fernsehserie Dr. House gezeigt wird, spielt hier eine große Rolle. Die Fachärztin/der Facharzt für Innere Medizin arbeitet viel im Team mit spezialisierten Internistinnen/Internisten zusammen, um die richtige Patientenversorgung zu gewährleisten.

Als Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin hat man die Möglichkeit sich als klassischer Internist niederzulassen oder als Spitalsarzt tätig zu werden. Durch die umfassende Ausbildung und die vielen Spezialisierungsmöglichkeiten ergeben sich auch viele Anstellungsmöglichkeiten.