Daten und Zahlen Daten und Zahlen

Nichtraucherschutz im internationalen Vergleich

Der Schutz von Nichtrauchern wird weltweit sehr unterschiedlich geregelt. Obwohl den Regierungen die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens und die dadurch entstehenden Kosten für das Gesundheitssystem durchaus bewusst sind, so sehen nicht alle Machthabenden die Notwendigkeit zum Schutz ihrer Bevölkerung. Laut WHO stirbt knapp die Hälfte aller Raucher weltweit an den Folgen des Rauchens. Jährlich sterben so mehr als fünf Millionen Menschen an den direkten Auswirkungen des Tabakkonsums. Weitere 600.000 sterben infolge des Passiv-Rauchens.
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Ersatzteillager Mensch?

Weltweit herrscht ein massiver Mangel an Spenderorganen. Die Nachfrage nach transplantationsfähigen Organen steigt aufgrund von chronischen Krankheiten immer weiter an. Angesichts von oftmals lebensbedrohlichen Wartezeiten, verlassen einige Patienten die legalen Wege und suchen in der Illegalität des Organhandels eine Alternative. Die organisierte Kriminalität nutzt dabei die Zwangslage von besonders Schutzbedürftigen und Armen aus, um Organe an meist reiche Empfänger aus dem Ausland zu vermitteln. Verschiedene globale Initiativen der UNO und WHO versuchen diesen Verbrechen entgegenzuwirken. Um den Handel mit Organen langfristig zu eliminieren, muss dem Organmangel mit einer höheren Spendenbereitschaft innerhalb der Gesellschaft beigekommen werden.
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Die humanitäre Situation in der Ostukraine

Über zwei Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen befinden sich derzeit auf der Flucht. Das Beispiel der Ostukraine zeigt die Auswirkungen einer politischen Krise auf das gesamte Gesundheitssystem und die humanitäre Situation eines Landes. Die Ukraine ist flächenmäßig nach Russland das zweitgrößte Land auf dem europäischen Kontinent und umfasst über 600.000 km². 2013 zählte sie 45,5 Millionen Einwohner. Im Jahr 1991 nach dem Zerfall der UdSSR wurde die Ukraine unabhängig. Doch mit dem Ende des Staatenverbunds versagte auch das zentralistisch organisierte Semashko-Gesundheitssystem.
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Psychische Gesundheit in Europa

Die WHO wies bereits 2013 auf die psychische Gesundheit als eine der großen Herausforderung für die europäische Gesundheitspolitik hin. Ein Drittel bis ein Viertel der europäischen Bevölkerung ist von psychischen Störungen betroffen und nur die Hälfte davon erhält professionelle Hilfe. Es gibt geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen sind doppelt so häufig von Depressionen betroffen, während wesentlich mehr Männer Selbstmord begehen. In Europa liegen die Länder mit den weltweit höchsten Suizidraten. Um die psychische Gesundheit weltweit zu verbessern und die Problematik verstärkt in den öffentlichen Fokus zu rücken, gibt die WHO seit 2001 den Mental Health Atlas heraus. Im Mental Health Atlas werden Daten zur psychischen Gesundheit, den bereitgestellten Ressourcen im jeweiligen Gesundheitssystem und den politischen Initiativen der Mitgliedsländer zusammenzutragen.
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Gesundheitsrisiko Alkohol

Weltweit sterben jährlich 3,3 Millionen Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums. Viele sterben sehr jung, so kann ein Viertel aller Todesfälle der 20- bis 39-Jährigen dem Alkohol zugerechnet werden. In den USA erliegen pro Jahr 79.000 Menschen den Folgen des Alkoholismus, dadurch entstehen dem Staat Kosten von 223.5 Mrd. Dollar. Fast neun Prozent aller Erwachsenen in den USA sind als alkoholkrank einzustufen. Innerhalb der EU wird noch mehr und weltweit am meisten Alkohol getrunken. Jährlich trinkt der Europäer im Durchschnitt zehn Liter puren Alkohol.
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Wenn Ärzte führen

In Zeiten von Ärztemangel und neuer Arbeitszeitreglung stellt sich die Frage nach einem möglichst effektiven Management von Gesundheitsbetrieben. In Österreich sind Krankenhäuser größtenteils unter kollegialer Führung, werden also von hauptberuflichen Managern – das sind die Direktoren für Verwaltung, Pflege und Ärzte geleitet. Dass es auch anders geht, belegen zwei Studien von McKinsey aus den Jahren 2009 und 2010 eindrucksvoll. Sie beschrieben die positiven Auswirkungen von ärztlicher Führung.
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Gesundheitssysteme am Balkan

Die Balkanhalbinsel im Osten Europas ist eine krisengebeutelte Region und umfasst neben einer Reihe der ärmsten Länder Europas, auch beliebte Urlaubsländer wie Kroatien und Griechenland. Die Finanzkrise ab 2007 und ihre Auswirkungen trafen den Balkan besonders hart. Während Griechenlands finanzielle Probleme wöchentlich Schlagzeilen machen und dabei auch hin und wieder das marode Gesundheitssystem gestreift wird, ist über die Situation in den anderen Balkanländer Rumänien, Bulgarien, Albanien, den Kosovo, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina wenig bekannt. Die südöstlichen Länder Europas, insbesondere der Balkan, kämpfen mit einem zunehmenden Ärztemangel. Europaweit lässt sich eine Ärztewanderung von Ost nach West, den besseren Arbeitsbedingungen und Gehältern nach, beobachten.
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