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Psychische Gesundheit in Europa

Die WHO wies bereits 2013 auf die psychische Gesundheit als eine der großen Herausforderung für die europäische Gesundheitspolitik hin. Ein Drittel bis ein Viertel der europäischen Bevölkerung ist von psychischen Störungen betroffen und nur die Hälfte davon erhält professionelle Hilfe. Es gibt geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen sind doppelt so häufig von Depressionen betroffen, während wesentlich mehr Männer Selbstmord begehen. In Europa liegen die Länder mit den weltweit höchsten Suizidraten. Um die psychische Gesundheit weltweit zu verbessern und die Problematik verstärkt in den öffentlichen Fokus zu rücken, gibt die WHO seit 2001 den Mental Health Atlas heraus. Im Mental Health Atlas werden Daten zur psychischen Gesundheit, den bereitgestellten Ressourcen im jeweiligen Gesundheitssystem und den politischen Initiativen der Mitgliedsländer zusammenzutragen.

Laut dem aktuellen Mental Health Atlas 2014 (erschienen im Juli 2015) arbeitet weltweit nur ein Prozent aller im Gesundheitsbereich Tätigen mit psychischen Störungen. Während in einkommensstärken Ländern pro Person mit psychischer Erkrankung im Durchschnitt 50 Dollar ausgegeben werden, sind es in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen nur 2 Dollar.

 

Quellen: WHO Mental Health Atlas, WHO Faktenblatt - Psychische Gesundheit

 

Weitere Informationen

WHO Mental Health Atlas 2014: http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/178879/1/9789241565011_eng.pdf?ua=1

WHO Faktenblatt – Psychische Gesundheit: http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0012/216210/RC63-Fact-sheet-MNH-Ger.pdf