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Ärztekammer begrüßt Bestellung Rendi-Wagners zur Gesundheitsministerin

Sachorientierte Problemlösungen erwartet

Das Präsidium der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) begrüßt die Bestellung von Pamela Rendi-Wagner zur Gesundheits- und Frauenministerin. „Mit der bisherigen Sektionsleiterin und Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit wird eine medizinische Expertin mit hervorragendem wissenschaftlichem Hintergrund an die Spitze des Gesundheitsministeriums bestellt", sagte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am Mittwoch in einer Aussendung. Als Sektionschefin habe Rendi-Wagner langjährige Erfahrung in der Gesundheitspolitik, in Verhandlungen habe sie sich stets sach- und lösungsorientiert gezeigt.

Diese klare Linie erwartet sich die ÖÄK auch im Hinblick auf die großen politischen Herausforderungen wie etwa Ärztemangel, lange Wartezeiten und Gangbetten, um die international anerkannten Versorgungsstandards zu halten. Derzeit stehen die Stärkung des extramuralen Bereichs, die wohnortnahe Versorgung und die Entlastung der Ambulanzen ganz oben auf der Agenda der Gesundheitspolitik. „Den vom Hauptverband geforderten innovationsfeindlichen Sparzwang, der jahrelang die Verlagerung der Patienten aus dem Krankenhaus in einen gut ausgebauten niedergelassenen Bereich verhindert hat, wird die Gesundheitsministerin hoffentlich beenden", so der Präsident abschließend. (slv/mh)

08.03.2017