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ÖÄK zu Rabmer-Koller: Kein Platz für neue Ideen im Hauptverband

Große Versorgungsprobleme weiterhin ungelöst

Der überraschende Abgang der Vorstandsvorsitzenden im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Ulrike Rabmer-Koller, sei auch ein Zeichen dafür, dass es im Hauptverband einen offenen Zwist in der Führungsebene und keinen Raum für neue Ideen gebe, sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, heute in einer Aussendung.

Dies sei umso bedauerlicher, als eine ganze Reihe von Problemen in der Gesundheitsversorgung nach wie vor ungelöst seien. Dazu zählten der dringend notwendige Bürokratieabbau, neue Wege in der Gestaltung der Honorare niedergelassener Ärzte und generell Maßnahmen der Krankenkassen, um den Beruf Kassenarzt für Jungmediziner wieder attraktiv zu machen.

„Wir hoffen, dass, wer immer auf Frau Mag. Rabmer-Koller folgt, sich rasch und glaubwürdig um diese Riesenbaustellen kümmert, damit die Versorgung der Patienten nicht weiter unter der Trägheit der Sozialversicherungsstrukturen leidet", so Wechselberger. Mit Rabmer-Koller gehe eine respektierte Gesprächspartnerin und es sei zu hoffen, dass der Hauptverband den Wechsel an der Führungsspitze auch dazu nutzen werde, die eigenen Strukturen kritisch zu hinterfragen. (ar)