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Österreichische Ärztekammer gratuliert Alexander Biach

Zwei Hauptaufgaben: Aufwertung und Ausbaus des niedergelassenen Bereichs und Abbau der Spitalslastigkeit

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gratuliert Alexander Biach zur Wahl zum Vorstandsvorsitzenden des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger. Seine Glückwünsche verbinde ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger mit der Hoffnung auf eine dynamische und partnerschaftliche Zusammenarbeit und auf die gemeinsame Umsetzung der Konzepte der Ärzteschaft für eine langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich.

Auch mit Biachs Vorgängerin Ulrike Rabmer-Koller sei man sich einig gewesen: Das Um und Auf aller Bemühungen müsse es sein, den Beruf des Kassenarztes für Jungmediziner wieder attraktiv zu machen, so Wechselberger heute in einer Aussendung.

Das könne aber nur funktionieren, wenn sich die Sozialversicherungsträger zu einer grundlegenden Modernisierung des Kassensystems durchringen. Konkret bedeute das: vernünftige, leistungsorientierte Honorarkataloge und vor allem „weg mit überflüssiger, zeitraubender Bürokratie und mit der Rationierung von ärztlichen Leistungen".

Dann, so der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, „wären wir auch im Kassenbereich dem Wunsch aller Ärzte und dem Anrecht der Patienten näher, nämlich einer Medizin, die ausreichend Zeit und Behandlungsfreiheit lässt".

Nur wenn es gelinge, den niedergelassenen Bereich wieder aufzuwerten und auszubauen, könne man die enorme Krankenhauslastigkeit – eines der größten Probleme unseres Gesundheitswesens – bekämpfen, so Wechselberger. Denn immerhin lägen 2,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mindestens einmal jährlich im Spital und die überlaufenen Krankenhausambulanzen verzeichneten 17 Millionen Patientenfrequenzen pro Jahr.

09.05.2017