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ÖÄK-Szekeres zum Weltkrebstag: Vorsorgeuntersuchung nutzen!

Lungenkrebs steht in Österreich an erster Stelle bei der Krebssterblichkeit – ein Grund mehr, das Rauchverbot in der Gastronomie ab 1. Mai beizubehalten!

„Krebs kommt nicht plötzlich, sondern oft unbemerkt ohne dass es auffällt. Mit Vorsorgeuntersuchungen können Krebserkrankungen – wie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs, Haut- und Prostatakrebs – oft rechtzeitig erkannt und Patientinnen und Patienten aufgeklärt werden", betont Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) anlässlich des von der Union Internationale Contre le Cancer (UICC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufenen und am kommenden Sonntag (4. Februar) stattfindenden Weltkrebstages. Daher appelliert Szekeres, der seit Jahren am Wiener AKH in der Krebsforschung aktiv ist, an alle Österreicherinnen und Österreicher, „die Vorsorgeuntersuchungsangebote der Ärzteschaft regelmäßig in Anspruch zu nehmen".

In Österreich erkranken jährlich rund 40.000 Menschen an Krebs - mehr als die Hälfte davon an Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs. Das Risiko einer Person, vor dem 75. Lebensjahr an einem dieser vier Tumore zu erkranken, beträgt rund zehn Prozent und Krebserkrankungen sind für etwa ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich. Weltweit erkranken nach Angaben der UICC jährlich über zwölf Millionen Menschen an Krebs und etwa acht Millionen sterben an den Folgen. Am Weltkrebstag am 4. Februar stehen Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Wie in den vergangenen beiden Jahren lautet der Slogan des Weltkrebstages auch 2018 „We can – I can" mit dem Ziel, die Bedeutung körperlicher Aktivität und eines gesunden Lebensstils zur Krebsvorbeugung hervorzuheben. Szekeres: „Rund die Hälfte aller Krebsfälle wäre durch einen gesünderen Lebensstil – mehr Bewegung, gesunde Ernährung, wenig Alkohol, kein Tabakkonsum – vermeidbar."

In Bezug auf die aktuelle Debatte um die Abschaffung des geplanten Rauchverbots in der Gastronomie weist Szekeres auf eine alarmierende Entwicklung hin: „Bei der Sterblichkeit durch Lungenkrebs bei Frauen war in den vergangenen zehn Jahren ein deutlicher Anstieg von rund 18 Prozent zu beobachten. Dadurch löste Lungenkrebs den Brustkrebs als Krebserkrankung mit dem höchsten Sterberisiko bei Frauen ab. Diese Entwicklung ist eine Folge steigender Raucherquoten bei Frauen. Bei Männern steht Lungenkrebs seit Jahren an erster Stelle bei der Krebssterblichkeit. Ein Grund mehr, sich in Österreich verstärkt für den Nichtraucherschutz einzusetzen und das geplante Rauchverbot in der Gastronomie ab 1. Mai beizubehalten!"