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null Coronavirus: Vorbereitungen für Spitäler laufen auf Hochtouren

Wertschätzung für das Spitalspersonal, der Einkauf von Schutzkleidung und zusätzliche Versorgungseinheiten seien zu begrüßen, sagt ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer.

Die von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigte Maßnahme, für jene Bereiche, die das System aufrechterhalten, Bonuszahlungen im Sinne eines „15. Monatsgehaltes“ komplett steuerfrei zu stellen, sei ausdrücklich zu begrüßen, sagt Harald Mayer, Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer. Die Regierung hat damit auf die ersten Ankündigungen von verschiedenen Lebensmittelketten reagiert, ihren Mitarbeitern einen Bonus für deren Leistungen in der aktuellen Situation auszubezahlen. „Diese enorme Wertschätzung für Supermarkt-Beschäftigte sollte für alle im Gesundheitswesen Beschäftigten gelten. Sie alle leisten herausragende Arbeit, um die Gesundheitsversorgung in Österreich aufrecht zu erhalten“, sagt Mayer.

Versorgung sichern

Spitäler seien an der vordersten Front, das gesamte Personal würde hier Besonders leisten und derzeit über sich hinauswachsen. Im Fokus stehe auch die Patientensicherheit: „Das Gesundheitspersonal macht sich zurecht Gedanken darüber, wie es mit der Schutzausrüstung aussieht, um die Patienten maximal zu schützen, darum geht es den Ärztinnen und Ärzten in erster Linie“, betont Mayer. Es gelte, die Ausbreitung von Infektionen unter den Patienten und dem gesamten Spitalspersonal bestmöglich einzudämmen. „Damit steht und fällt die Versorgung in den Spitälern“, sagt Mayer. Dort, wo Schutzkleidung fehle, steige das Risiko, dass Patienten erkrankten oder ganze Abteilungen schließen müssten, wenn das Gesundheitspersonal erkrankt oder in Quarantäne ist. Umso erstaunlicher seien unqualifizierte Angriffe, wie sie zuletzt von Patientenanwälten oder dem Wiener Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegen Ärztinnen und Ärzte geäußert wurden. In diesen außergewöhnlichen Zeiten seien der Zusammenhalt und Beruhigung notwendiger denn je. „Das Gesundheitspersonal gehört unterstützt, nicht zu Unrecht kritisiert“, sagt Mayer.

Mehr Spielraum

Was die Unterstützung angehe, hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zuletzt darüber informiert, dass in den nächsten Tagen große Mengen an Schutzkleidung in Österreich einlagen würden und die Regierung „in diesem Bereich offensiv unterwegs“ sei. „Der bundesweit geregelte Einkauf der Schutzausrüstung ist enorm wichtig, um die Spitäler bestmöglich auf die kommenden Wochen vorzubereiten“, sagt Mayer. Die im internationalen Vergleich hohe Bettenkapazität in Österreich sei gerade in solchen Situationen positiv hervorzuheben, auch zusätzliche Versorgungseinheiten für COVID-19 Patienten mit mildem Verlauf seien gute Maßnahmen, um Spitäler zu entlasten und das Risiko von neuen Ansteckungen zu minimieren – Anschober sprach in diesem Zusammenhang von „Corona-Sonderkliniken außerhalb der Spitäler“. Zudem werden, wie Anschober berichtet hat, die Handlungsmöglichkeiten bei Ärztinnen und Ärzte ausgebaut, denn Fachärzte dürften nun auch in anderen Fachbereichen ärztlich tätig sein. „Das gibt uns Ärztinnen und Ärzten natürlich mehr Spielraum“, begrüßt Mayer diese Entscheidung. Wichtig sei, die vorhandenen ärztlichen Ressourcen maximal nutzen zu können.


Coronavirus - Erreichbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Ärztekammer

Auch die Österreichische Ärztekammer hat aufgrund der aktuellen Corona-Krise zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitgehend auf Homeoffice umgestellt. Nur wenn diese einem möglichst geringen Infektionsrisiko ausgesetzt werden, können sie auch weiterhin mit vollem Einsatz für Sie tätig sein.

In diesem Sinne ersuche ich Sie auch, bis auf Weiteres auf persönliche Besuche in der Österreichischen Ärztekammer zu verzichten. Wir bitten auch um Verständnis, dass es aufgrund der vielen telefonischen Anfragen auch zu technischen Problemen kommen kann, sodass die telefonische Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht immer zu 100 Prozent gewährleistet ist. Wir empfehlen daher, Anfragen vornehmlich via E-Mail zu stellen. Wir werden uns selbstverständlich bemühen, diese per Mail schnellstmöglich zu beantworten.

Weiters bitte ich um Verständnis, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Ärztekammer Anfragen derzeit priorisieren und natürlich Anliegen im Zusammenhang mit dem Coronavirus an erster Stelle stehen.

Bei dieser Gelegenheit darf ich mich bei Ihnen allen für den unermüdlichen Einsatz in dieser Krisenzeit bedanken. Aus vielen Gesprächen mit Politikern, anderen Interessenvertretern und auch Medien weiß ich, wie hoch die Arbeit der Ärzteschaft derzeit eingeschätzt wird.

Thomas Szekeres,
Präsident der Österreichischen Ärztekammer