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null ÖÄK: Vermehrt frustrierende Ausfälle bei ELGA

Weiterhin kommt es zu massiven und zeitraubenden Ausfällen bei der e-Medikation. ÖÄK kritisiert zu wenig Serviceorientierung bei den Betreibern.

 
„Die Situation ist besorgniserregend und unzumutbar“, sagt Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, über „die derzeitige Unzuverlässigkeit der e-Medikation. Die vermehrten Ausfälle sorgen unter Ärztinnen und Ärzten für Frust, Zeitverlust und zunehmende Beunruhigung darüber, wie es mit ELGA weitergehen soll. Es zeichnet sich hier keinerlei Besserung ab.“
 
Seit 28. März 2019 gab es im Zusammenhang mit der e-Medikation 13 Ausfallsereignisse mit einer Ausfallzeit von bis zu vier Stunden. Insgesamt war die e-Medikation in diesem Zeitraum über 13 Stunden lang nicht verfügbar, über eine Million Patientinnen und Patienten dürften von den Ausfällen betroffen gewesen sein, rechnet Dietmar Bayer, Referent im ÖÄK-Referat Telemedizin und medizinische Informatik und Vizepräsident der Ärztekammer Steiermark, vor. „Das bedeutet eine immense Störung des Behandlungsprozesses für Ärzte und Patienten“, sagt Bayer. Drastische Erhöhungen der Wartezeit seien die Folge. Dabei sei die e-Medikation nur eines der Bauteile des ELGA-Systems. „Die Situation ist derzeit inakzeptabel. Unsere Ärztinnen und Ärzte verdienen ein modernes und ausfallsicheres System, das ausgereift und auf dem aktuellen Stand der Technik ist, und keine behindernde und veraltete ELGA-Lösung“, so Bayer.
 
„Die ELGA-Betreiber verharren leider in ihrem bürokratisch-starren Denken, anstatt eine serviceorientierte und brauchbare Lösung zur Verfügung zu stellen, mit der Ärztinnen und Ärzte produktiv arbeiten können“, sagt Steinhart. „In Fragen der Usability zeigen sich die Verantwortlichen leider beratungs- und einwandsresistent. Statt für Verbesserungen für die Ärzteschaft zu sorgen, beschränkt man sich dort auf die Kontrolle der Bürokratie.“