angle-left ELGA: ÖÄK begrüßt Willen zum Neustart

Die Bemühungen der Verantwortlichen, das Projekt ELGA neu aufzusetzen, stoßen bei Vizepräsident Johannes Steinhart auf Zustimmung.

Lobende Worte gibt es seitens der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) zu den jüngsten Entscheidungen, externe Spezialisten und eine Taskforce auf die Probleme im ELGA-System anzusetzen. „Dem Ministerium ist zu dieser Entscheidung zu gratulieren. Es zeigt, dass sich die Verantwortlichen der bisherigen Probleme bewusst geworden sind und der Wille zur Verbesserung da ist“, kommentiert Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, die Entwicklung. „Wir haben schon lange Zeit auf die Missstände hingewiesen, ohne Unterstützung zu erhalten. Die Situation hatte folglich zuletzt unerträgliche Ausmaße angenommen. Angesichts der Dimension der Ausfälle und der erheblichen Störungen im Behandlungsprozess sollte man auch über Entschädigungen für Patienten und Ärzte nachdenken“, regt Steinhart an.

Darüber hinaus bleibe es natürlich bei der Forderung, dass vor der Ausrollung des e-Befundes erst die 47 definierten Punkte der Taskforce umgesetzt werden müssen. „Beispielsweise ist hier die Patient Summary, die alle handlungs- und haftungsrelevanten Daten zusammenfasst, ein absolutes Muss für die Ärzteschaft“, sagt der ÖÄK-Vizepräsident.

„Es stellt sich in diesen Zeiten der Fusionen auch mehr denn je die Frage, ob sich Österreich mit ELGA GmbH, SVC und ITSV wirklich gleich drei staatliche IT-Firmen leisten will, die an der Entwicklung von e-Projekten im Gesundheitswesen arbeiten. Die multiplen Strukturen verhindern offensichtlich die Fokussierung auf die Kernaufgaben“, sprach sich Steinhart für eine Bereinigung der Strukturen auf IT-Seite aus.