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Basisausbildung für Medizinabsolventen: „Schaffung von attraktiven Bedingungen liegt in der Hand der Länder“

Die Länder könnten die Probleme in der Basisausbildung sofort selbst lösen, erinnert die Bundeskurie angestellte Ärzte der Österreichischen Ärztekammer.

Mit Verwunderung reagiert Daniel von Langen, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, auf den kolportierten Brief einzelner Landesgesundheitsreferenten an Bundesministerin Korinna Schumann. „Für die nötigen Verbesserungen der Basisausbildung für Absolventinnen und Absolventen eines Medizinstudiums wären die Absender selbst die richtigen Empfänger“, sagt er. Die Unterzeichner des Briefes könnten das Problem selbst lösen, und zwar schon morgen: „Es gibt nämlich keine Beschränkung auf Basisstellen, es müssen nur die Planstellen in den Spitälern eingerichtet werden – das liegt klar in Länderkompetenz“, erinnert von Langen. Damit sei dieser Brief eigentlich ein „Brief ans Christkind“. Er bemängelt, dass gerade die Ländervertreter seit Jahren bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten auf der Bremse stehen würden. Seitens der Österreichischen Ärztekammer liege längst ein Lösungsangebot vor, das die Beibehaltung der Basisausbildung als freiwilligen Teil der postpromotionellen Ausbildung vorsieht.

Zudem gäbe es deutlichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung, die österreichweit und je nach Spitalsträger deutliche Unterschiede im Entwicklungsgrad aufweist. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Gehältern. Hier seien von den Unterzeichnern vor allem die westlichen Bundesländer säumig, aber auch in anderen Ländern gäbe es noch viel Luft nach oben. Als Positivbeispiel bei den Gehältern führt von Langen die Steiermark an, bei der Digitalisierung wirft er „einen neidvollen Blick nach Dänemark“.

Er fordert mehr Mut zu Investitionen: „Die Zukunft der ärztlichen Versorgung darf nicht dem Sparzwang geopfert werden. Die Schaffung von attraktiven Bedingungen liegt in der Hand der Länder“, betont von Langen, der die Forderung der Bundeskurie unterstreicht, dass jedem Absolventen der öffentlichen Universitäten sofort nach Abschluss ein Basisausbildungsplatz zur Verfügung gestellt werden muss. 

Kein Parken auf Wartelisten

„Es ist auf vielen Ebenen, vor allem auch volkswirtschaftlich, unsinnig, um viel Steuergeld junge Menschen auszubilden, um sie dann auf Wartelisten zu parken oder ins Ausland zu vertreiben. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn diese jungen Ärztinnen und Ärzte Österreich den Rücken kehren“, sagt Kim Haas, Obmann-Stellvertreterin der Bundeskurie und Obfrau der Bundessektion Turnusärzte: „Wir müssen in diese jungen Menschen investieren, weil sie unsere Zukunft und die Zukunft unserer Versorgung sind.“ 

„Der demografische Wandel zeigt uns, dass wir keine Zeit zu verlieren haben. Wir brauchen auch keine zusätzlichen Kommissionen oder Arbeitsgruppen, auch wenn diese sicher gut gemeint und kompetent besetzt sind – wir brauchen jetzt Taten!", appellieren von Langen und Haas.


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