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null Scharfe Kritik der Ärztekammer an Aussagen von Haslauer

Bekämpfung der Pandemie geht nur mittels Expertise der Virologen – „Versuch, von eigenen Versäumnissen abzulenken“

Mit scharfer Kritik reagiert die Österreichische Ärztekammer auf die zunehmenden Angriffe einzelner Politiker auf wissenschaftlich fundierte Aussagen von Expertinnen und Experten in Österreich in Bezug auf die Corona-Pandemie. Offensichtlich werde hier versucht, von eigenen politischen Versäumnissen abzulenken. Das aber sei gefährlich in einer Zeit, in der Verschwörungstheorien und Fake News immer mehr die Runde machten und große Teile der Bevölkerung damit noch mehr verunsichert würden, so ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres.

Er nimmt damit Bezug auf die jüngsten Aussagen das Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer, der in einem Interview einem ganzen Berufsstand, den Virologen, Realitätsferne vorwarf und damit ihre Expertisen in Frage stellte. Hier passiere eine klassische Umkehr, denn allzu häufig hätten Politiker realitätsfern gehandelt, indem sie, den Blick nur auf Wählerstimmen und Umfragewerte gerichtet, nicht auf die Berechnungen und Voraussagen der Expertinnen und Experten hörten.

„Bereits im Sommer haben alle Virologinnen und Virologen vor der massiven vierten Welle gewarnt. Die Politik aber hat viel zu zögerlich gehandelt, um hier rechtzeitig gegenzusteuern“, kritisiert Szekeres. Insbesondere habe man es verabsäumt, eine groß angelegte Impfkampagne zu initiieren, um Ängste und Unsicherheiten, die noch immer bei einem großen Teil der Bevölkerung vorherrschten, zu zerstreuen.

„Wir wissen, dass eine hohe Impfrate von zumindest 80 Prozent die einzige Chance ist, die Pandemie einigermaßen in den Griff zu bekommen.“ Den impfkritischen Teil der Bevölkerung noch weiter zu verunsichern, indem Virologinnen und Virologen öffentlich lächerlich gemacht werden, würde die Menschen nun noch weiter verunsichern. „Was es jetzt braucht ist ein Schulterschluss aller politisch relevanten Stellen in Österreich, um die Impfrate deutlich zu erhöhen, nicht aber ein Infragestellen von Expertinnen und Experten durch Politiker, denen jegliche medizinische Expertise fehlt“, so Szekeres.


Coronavirus - Erreichbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Ärztekammer

Das Betreten der Räumlichkeiten der Österreichischen Ärztekammer, Weihburggasse 10-12, ist nur mehr nach der 1G-Regel (Personen mit vollständigem Impfschutz sowie genesene Personen mit mindestens einer Impfung) gestattet. Eine Ausnahme gibt es nur für Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Rechtsvertreter, die zur Wahrung von Parteienrechten die Ärztekammer aufsuchen, wobei in diesem Fall die 3G-Regelung (genesen, getestet, geimpft) einzuhalten ist. Eine entsprechende Registrierung im Eingangsbereich ist erforderlich.

In allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten (Stiegenhaus, Gänge, Veranstaltungszentrum, Sanitärräumlichkeiten, Sozialräume etc.) besteht für alle Besucher des Hauses FFP-2-Maskenpflicht (Ausnahmen siehe aktuelle Verordnung). Für ungeimpfte Personen entsprechend der Ausnahmeregelung gilt dies auch in allen weiteren Räumlichkeiten, insbesondere in allen Büroräumlichkeiten.

Die Ärztekammer reagiert damit auf die kontinuierlich steigenden Infektionszahlen in Österreich. In diesem Sinne ersuchen wir Sie weiterhin, Anfragen vornehmlich via E-Mail oder Telefon zu stellen. Sollte ein persönlicher Besuch unverzichtbar sein, so ist eine telefonische Terminvereinbarung sowie die strikte Einhaltung der aktuell gültigen Schutzmaßnahmen unbedingt notwendig.

Ich danke Ihnen allen für den unermüdlichen Einsatz in dieser Krisenzeit.

Thomas Szekeres,
Präsident der Österreichischen Ärztekammer