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ÖÄK-Mayer: Unsere Spitalsärzte sind immer 24/7 für die Patienten da – eine Gesundheitsreform muss sie dabei unterstützen

Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer fordert mutige Reformen á la Dänemark und Holland mit Einbindung der Expertise der Spitalsärzte in Österreich.

„Ob unser Gesundheitssystem in neun Bundesländer, in vier Gesundheitsregionen oder wie auch immer künftig gegliedert sein wird, unsere Spitalsärztinnen und -ärzte werden immer 24/7 das ganze Jahr über für die Patientinnen und Patienten da sein – die Frage ist nur, auf welchem Qualitätsniveau“, das betont Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte (BKAÄ), zur aktuellen Diskussion über das heimische Gesundheitssystem. 

Deshalb sei eine Gesundheitsreform dringend nötig, um die Gesundheitsversorgung zukunftsfit zu machen und langfristig abzusichern und den Spitalsärzten jene Zeit zu geben, die für eine optimale, hochqualitative Patientenversorgung notwendig sei, so Mayer. Dabei dürfe man ruhig Mut und Tempo beweisen. „Und zwar mehr, als es die Politik bei der Umsetzung der Pläne zur verbindlichen Patientenlenkung über die Gesundheitshotline 1450 derzeit zeigt. Warum man, wie es gestern Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig in der ORF-Pressestunde angekündigt hat, für die österreichweite Umsetzung bis 2027 braucht, ist mir völlig unklar. In Wien funktioniert 1450 als Tool für die Patientenlenkung wunderbar, diese Blaupause ist sofort verfügbar. Man muss es nur angehen wollen.“ 

Die BKAÄ fordere eine verbindliche Patientenlenkung bereits seit einigen Jahren und stehe jederzeit mit ihrer Expertise zur Verfügung – wie auch bei anderen Reformansätzen. „Manche Reformen werden länger brauchen als die Patientenlenkung, aber wir beschäftigen uns Tag für Tag mit Verbesserungen im System und können der Politik unsere Unterstützung zusichern", unterstreicht Mayer. 

Dänemark und Holland als Vorbilder

Auch gebe es Best-Practice-Beispiele, die man sich anschauen oder adaptiert für Österreich übernehmen könne: In Dänemark zum Beispiel habe die Gesundheitsreform zwar 20 Jahre gedauert, aber am Ende stünde nun ein effizienteres Gesundheitssystem mit weniger kleinen Spitälern, aber mehr Schwerpunkt-Krankenhäusern. Mayer: „Das ist auch für Österreich denkbar.“ Und mittelfristig könne und müsse man auch das niederländische System andenken, in dem die Patienten nur mit Überweisung vom niedergelassenen Facharzt bzw. Hausarzt in eine Spitalsambulanz kommen dürfen. 

„Wir sind zur 24/7-Versorgung bereit, das zeigen wir Tag für Tag, egal ob Wochen- oder Feiertag, dafür müssen aber die Rahmenbedingungen den realen Gegebenheiten angepasst werden. Dazu gehören neben einer gesteuerten Entlastung der Ambulanzen auch Maßnahmen wie eine massive Verringerung der bürokratischen Tätigkeiten und eine effiziente Digitalisierung in den Spitälern. Und in alle Reformschritte müssen wir als Vertretung der Leistungserbringer mit unserer Expertise eingebunden sein.“ 


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