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null Hände weg! Bevölkerung lehnt steigenden Einfluss der Politik in Gesundheitsversorgung ab

Einer aktuellen Umfrage zufolge vertrauen 74% den Ärztinnen und Ärzten in Gesundheitsfragen. Über 70% lehnen Einmischung der Politik ab.

Eine gestern in der „Kronen Zeitung“ publizierte Umfrage zur Gesundheitsversorgung stellt der Ärzteschaft ein hervorragendes Zeugnis aus. 74% vertrauen den Ärztinnen und Ärzten, wenn es um die eigene Gesundheit geht, 6% Apotheken und 0% der Politik. Folgerichtig lehnen 71% weitere Einmischungen der Politik und steigenden Parteieneinfluss in der Gesundheitsversorgung ab. Die skeptische Haltung gegenüber den politisch Verantwortlichen zeigt sich auch in der Tatsache, dass zwei Drittel der Befragten Leistungsverschlechterungen durch die hohen Kosten der Corona-Pandemie erwarten.

Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, meint dazu: „Hände weg von unserer Gesundheit, so lautet die Botschaft der Menschen an die Politikerinnen und Politiker unseres Landes. Die Vertrauenswerte in die Arbeit der Ärzteschaft sind eine großartige Bestätigung unserer Arbeit und das freut uns natürlich. Die Politik, vor allem im Bereich der Bundesländer, muss endlich umdenken und ihre Pläne aufgeben, etwa im Ausbildungs- und Qualitätssicherungsbereich ihre Allmachtsphantasien durchzusetzen. Was es jetzt braucht, sind vielmehr gemeinsame Anstrengungen, um das System zukunftsfit zu bekommen, das ist unser Auftrag. Wir laden die Politik gerne dazu ein, wenn sie an einem ehrlichen Meinungsaustausch interessiert ist, der ein klar definiertes Ziel hat, nämlich die Sicherstellung des optimalen Gesundheitssystems in Osterreich auch für die Zukunft.“

Die Ärztekammer habe immer wieder auf den steigenden parteipolitischen Einfluss in der Gesundheitsversorgung hingewiesen und vor Leistungsverschlechterungen gewarnt. „Auch wenn es unsere Systempartner und die Politik oft nicht hören wollen, wir werden weiterhin im Sinne eines optimalen Gesundheitssystems und der bestmöglichen Patientenversorgung unsere Stimme erheben. Die Österreicherinnen und Österreicher haben absolut recht, in diesen Fragen den Ärztinnen und Ärzten zu vertrauen, schließlich wissen diese am besten um die Herausforderungen Bescheid und sind dabei keinen Parteizwängen unterworfen“, unterstreicht Szekeres: „Die Bevölkerung dieses Landes hat sich eine hochwertige und zukunftssichere Gesundheitsversorgung verdient – und für diese setzen wir uns jederzeit und vehement ein. Wir werden uns auch 100-prozentig weiterhin gegen Kürzungen im Gesundheitsbereich aussprechen – hier braucht es jetzt im Gegenteil massive Investitionen.“


Coronavirus - Erreichbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Ärztekammer

In allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten der Österreichischen Ärztekammer, Weihburggasse 10-12 (Stiegenhaus, Gänge, Veranstaltungszentrum, Sanitärräumlichkeiten, Sozialräume etc.) besteht für alle Besucher des Hauses FFP-2-Maskenpflicht (Ausnahmen siehe aktuelle Verordnung). Für ungeimpfte Personen entsprechend der Ausnahmeregelung gilt dies auch in allen weiteren Räumlichkeiten, insbesondere in allen Büroräumlichkeiten.

Die Ärztekammer reagiert damit auf das Infektionsgeschehen in Österreich. In diesem Sinne ersuchen wir Sie weiterhin, Anfragen vornehmlich via E-Mail oder Telefon zu stellen. Sollte ein persönlicher Besuch unverzichtbar sein, so ist eine telefonische Terminvereinbarung sowie die strikte Einhaltung der aktuell gültigen Schutzmaßnahmen unbedingt notwendig.

Ich danke Ihnen allen für den unermüdlichen Einsatz in dieser Krisenzeit.

Thomas Szekeres,
Präsident der Österreichischen Ärztekammer