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null ÖÄK-Mayer: Steuerfreie Überstunden sind ein starkes Zeichen der Wertschätzung

Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer begrüßt Vorstoß von Finanzminister Brunner: Mehrarbeit gehört angesichts von fehlendem Personal in den Spitälern längst belohnt.

Die Initiative von Finanzminister Magnus Brunner und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner, Überstunden als Anreiz für Mehrarbeit künftig steuerfrei zu gestalten, findet bei Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, großen Anklang: „Wenn schon Überstunden, dann steuerfrei – das sorgt auch für mehr Motivation, hat etwas mit erhöhter Wertschätzung zu tun und als ‚Zuckerl‘ gibt es mehr Geld aufs Konto. Gerade im Gesundheitswesen braucht man hier neue Motivationsanreize, nachdem es über die Jahre immer wieder zu Sparmaßnahmen gekommen ist und etwa Dienstposten einfach nicht besetzt wurden.“

Mehrarbeit gehöre längst belohnt, auch, weil diese – wie zum Beispiel in den Spitälern – viel mit fehlendem Fachpersonal zu tun hat. Mayer: „Überstunden müssen einfach viel besser honoriert werden. Daher müssen jene belohnt werden, die mit ihrer Zusatzleistung ausgleichen, dass es viel zu viele unbesetzte Stellen in unseren Krankenhäusern gibt. Daher kann ich es nur ausdrücklich begrüßen, wenn der Staat bei der Mehrarbeit künftig nicht mehr mitschneidet.“ Das löse zwar nicht alle Probleme, so Mayer, sorge aber zumindest für eine erhöhte Zufriedenheit unter jenen, die aufgrund der prekären Personalsituation zu mehr Leistung gezwungen sind: „Und wie wir wissen, fehlt es ja in vielen Branchen in Österreich an ausreichend Fachpersonal."

Zuvor hatte Finanzminister Magnus Brunner Vorschläge des Vorarlberger Landeshauptmanns Markus Wallner gutgeheißen, der gefordert hatte, Überstunden generell steuerfrei zu machen.

 


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