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ELGA: Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit haben Priorität

ÖÄK-Mayer: Dokumentenarchitektur ist nicht ausreichend – ELGA derzeit keine Arbeitserleichterung

Der elektronische Gesundheitsakt (ELGA) erweise sich einmal mehr als unausgegorenes, riskantes Projekt, sagte der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, am Donnerstag in einer Aussendung. „Die Kollegen der Ärztekammer Wien haben eine umfangreiche Studie zur Datensicherheit durchführen lassen. Die Ergebnisse sind durchaus alarmierend", so Mayer.

Vor allem der Umstand, dass die Sicherheitsniveaus bei den sog. Gesundheitsdiensteanbietern (GDA) zu wünschen übriglassen, sei beunruhigend. Mayer: „Es sollte uns aufrütteln, dass Hackerangriffe auf ein Datensystem heutzutage bei mangelhaft eingerichteten Drahtlos-Verbindungen oder unsicheren Passwörtern leicht durchgeführt werden können. Gerade im Gesundheitsbereich ist es von enormer Wichtigkeit, diese sensiblen Daten und damit die Patientinnen und Patienten zu schützen."

Die Datensicherheit sei jedoch nicht der einzige Kritikpunkt, führte der Bundeskurienobmann weiter aus. Sowohl aus ärztlicher, aber auch aus Patientensicht sei vor allem die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit, nach wie vor ein großes Thema: „Wir brauchen eine Dokumentenarchitektur, die es uns erlaubt, in den Dokumenten zu suchen. Wenn wir eine komplette Krankenakte durchlesen müssen, um die Informationen zu erhalten, die wir benötigen, dann ist das keine Zeitersparnis und erst recht keine Arbeitserleichterung", plädierte Mayer einmal mehr für eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit. Auch die Finanzierungsfrage müsse endlich geklärt werden. „ELGA ist ein öffentliches Infrastrukturprojekt und sollte dementsprechend auch von der öffentlichen Hand finanziert werden", forderte der ÖÄK-Vizepräsident abschließend.

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