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Österreichische Ärztekammer: Kein Wunder bei den Hausärzten geschehen

Eine falsche Übersetzung einer Eurostat-Statistik bescherte Österreich einen scheinbaren Hausärzte-Boom. Das Gegenteil ist nach wie vor der Fall.

Wieder einmal sorgt eine Eurostat-Statistik für einige Verwirrung. Durch einen Übersetzungsfehler, der Allgemeinmediziner mit Hausärzten gleichsetzte, stand Österreich am Donnerstag für kurze Zeit plötzlich an dritter Stelle bei der Hausarzt-Dichte in der EU. Von solchen Zahlen kann in Zeiten des Ärztemangels natürlich keine Rede sein.

ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres meinte dazu: „Es ist ohnehin schon schwer genug, internationale Statistiken zu erstellen, die unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Gesetzgebungen abbilden sollen. Wenn zusätzlich noch Übersetzungsfehler passieren, ist das natürlich doppelt ärgerlich."

Johannes Steinhart, Vizepräsident der ÖÄK und Bundeskurienobmann Niedergelassene Ärzte, korrigierte das Ranking: „Wenn man den Hausarzt-Begriff korrekt anwendet, dann liegt Österreich bei der Dichte pro 100.000 Einwohner natürlich nicht im Spitzenfeld der EU, sondern – wenn man das vorliegende Ranking verwenden würde - im grauen Mittelfeld im Bereich von Großbritannien oder Lettland." Bei den Allgemeinmedizinern mit Kassenvertrag liege Österreich im untersuchten Zeitraum 2016 überhaupt nur bei 42,7 Medizinern pro 100.000 Einwohner.

Solche Fehler würden allen, denen die heimische Gesundheitsversorgung am Herzen liegt, einen Bärendienst erweisen, so Steinhart.


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